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Robert Frank

Unseen

Eröffnung Donnerstag, 12. September 2019 . 19:00 Uhr
Redner*innen: Stephan Erfurt . Vorstand . C/O Berlin Foundation
Kathrin Schönegg .  Kuratorin . C/O Berlin Foundation
Martin Gasser . Kurator . Fotostiftung Schweiz

Öffentliche Führungen . 
Sa + So und Feiertage. 14:00 + 16:00 (Deutsch) . 18:00  (Englisch)
Public Guided Tours . Sat + Sun and holidays . 2:00 p.m. + 4:00 p.m. (German) . 6:00 p.m. (English)

> 13. September 2019 . 18:00 Uhr . Kurator*innenführung mit Kathrin Schönegg und Martin Gasser


Tausende von Kilometern hatte Robert Frank (*1924 in Zürich) zwischen der amerikanischen Ost- und Westküste zurückgelegt und dabei fast 30.000 Aufnahmen angefertigt. Nur 83 Schwarzweißbilder aus dieser Mischung von Tagebuch, Gesellschaftsporträt und fotografischem Roadmovie haben Generationen von Fotograf*innen geprägt. Franks Buch The Americans erschien zunächst in Paris, bevor es mit einer Einleitung des Beat-Literaten Jack Kerouac 1959 in Amerika publiziert wurde. Schräge Einstellungen, angeschnittene Figuren und Bewegungsunschärfen kennzeichneten einen neuen fotografischen Stil, der die Nachkriegsfotografie nachhaltig verändern sollte. 1985 waren Franks Fotografien erstmalig in Deutschland zu sehen – im Amerika Haus in Berlin. Am selben Ort präsentiert C/O Berlin nun Kontaktbögen, Erstausgaben und Vintage-Prints aus dem Frühwerk des Fotografen. Seine Schweizer Zeit, Reisen durch Europa und Südamerika sowie unveröffentlichte Aufnahmen aus den USA der 1950er-Jahre werden zusammen mit berühmten Klassikern aus The Americans gezeigt. Robert Frank . Unseen stellt die erzählerische Kraft einer Bildsprache vor, die Frank entwickelte, lange bevor sie ihm internationale Anerkennung einbrachte.

Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Fotostiftung Schweiz, Winterthur.

Robert Frank (*1924 in Zürich) Nach einer Ausbildung zum Fotografen in der Schweiz reiste er 1947 zum ersten Mal nach New York, wo er schnell im Studio von Harper’s Bazaar eine Anstellung fand. Nur kurze Zeit später zog es ihn jedoch nach Südamerika und wieder zurück nach Europa. 1950 wurde er von Edward Steichen eingeladen, an der Gruppenausstellung 51 American Photographers im Museum of Modern Art in New York teilzunehmen. Danach pendelte er zwischen Europa und den USA und arbeitete als Freelancer für Magazine wie Life, McCall’s, Look und Vogue. 1955 erhielt er als erster Europäer ein Stipendium der renommierten Guggenheim-Stiftung, um eine umfassende Bildreportage über die USA zu fotografieren. Sein Fotobuch The Americans (1959) gilt als Ikone des Fotogeschichte. Das seit Ende der 1950er-Jahren entstandene Filmwerk ist dagegen wenig bekannt und wurde 2009 bei C/O Berlin gezeigt. Franks Fotografien wurden weltweit ausgestellt, wie zuletzt auf dem Fotofestival Les Rencontres d’Arles (2018), in der Albertina, Wien (2018), in The Art Institute of Chicago (2017), im Museum Folkwang, Essen (2014) sowie in der Tate Modern, London (2004). Robert Frank lebt in New York und im kanadischen Nova Scotia.

Alle Bilder © Robert Frank . Courtesy Pace/MacGill Gallery, New York