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Von Henri Cartier-Bresson bis Charlotte March

Einblicke in die Sammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie

Mit Künstlern wie Henri Cartier-Bresson, Robert Lebeck, Charlotte March, Albert Renger-Patzsch oder Otto Steinert stellt die Bildersammlung der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) eine bedeutende Kollektion von Werken der deutschen und internationalen Fotogeschichte dar. Durch das Nebeneinander der unterschiedlichen Perspektiven präsentierte sich anhand exemplarischer Bildwerke einen Weg durch die moderne Geschichte des Mediums. Dabei ergibt sich ein heterogenes Bild einer sich über Jahrzehnte entwickelten Fotografielandschaft, in der das Abbilden von Wirklichkeit als spezifische Voraussetzung des Mediums auf verschiedenen, zum Teil konträren Ebenen reflektiert wurde – stets bleiben diese jedoch aufeinander bezogen. C/O Berlin präsentierte mit dieser Ausstellung erstmals in der Hauptstadt die Vielfalt unterschiedlicher thematischer oder historischer Positionen und versammelt größtenteils Bildwerke von Trägern des seit 1971 von der DGPh verliehenen Dr.-Erich-Salomon-Preises oder des seit 1959 alljährlich vergebenen Kulturpreises. Insgesamt umfasst die Sammlung der DGPh rund 1.800 Aufnahmen, die seit 1993 im Bestand der Photographischen Sammlung/SK Stiftung Kultur in Köln verwahrt werden. Die Auswahl der Exponate spiegelte diesen Gesamtbestand eindrücklich wieder.

Ausgehend von der Kunstfotografie des beginnenden 20. Jahrhunderts, vertreten durch Edeldrucke von Heinrich Kühn und Hugo Erfurth, wird mit den hier gezeigten Arbeiten ein Bogen von der „Neuen Sachlichkeit“, über das „Neue Sehen“ der 1920er/30er Jahre bis hin zur „Subjektiven Fotografie“ und berühmten Aufnahmen des Fotojournalismus und der Werbe- und Industriefotografie gespannt. Als Ikone der wissenschaftlichen Fotografie repräsentiert die Aufnahme „Schuss durch den Apfel“ von Harold Edgerton, die mit Hilfe des von ihm erfundenen Stroboskop-Blitzes 1964 entstand, den Bereich der Farbfotografie.