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Polaroid Diaries

Das Besondere im Alltäglichen

Uhrzeit 11:00–16:30
Alter 14–17 Jahre
Teilnahmegebühr 50 Euro inkl. Snack . Ermäßigung möglich
Anmeldung Frauke Menzinger . education@co-berlin.org
Team Yvonne Most und Sarah Ungan

Heutzutage ist fotografieren kinderleicht – schnell und unkompliziert können wir Bilder mit dem Smartphone schießen, direkt auf dem Display ansehen, verwerfen oder speichern. Die Digitalfotografie ist praktisch, aber auch schnelllebig und entsteht häufig flüchtig. Kaum vorstellbar, dass Fotografieren einst analog war und ein Bild erst mit Kamera, Film und Dunkelkammer hergestellt werden konnte. Die Polaroid-Kamera war daher revolutionär. In nur wenigen Sekunden, ohne lange Entwicklung, mit nur einem Knopfdruck und auf scheinbar magische Weise entsteht das Sofortbild mit dem bekannten weißen Rahmen. Es ist Unikat und steht für den einzigartigen und unmittelbaren magischen Moment. Das macht die Sofortbildfotografie wieder interessant.

Inspiriert von den aktuellen Ausstellungen von Francesca Woodman und Linda McCartney erkunden die jungen Teilnehmer*innen die Umgebung rund um das Amerika Haus. Menschen, Straßen, Geschäfte und Objekte im urbanen Raum werden mit einer neuen Perspektive fotografisch festgehalten. Zusammen mit den fertigen Polaroids werden verschiedene Techniken der analogen und digitalen Bildbearbeitung erprobt – tagebuchähnliche Notizen hinzugefügt. Ob abstrakte Bilder, Moment- oder Detailaufnahmen, dem kreativen Experimentieren mit dem Polaroid-Bild ist keine Grenze gesetzt.

Yvonne Most ist als freischaffende Fotografin und Dozentin deutschlandweit tätig. In ihren künstlerischen Projekten fasziniert sie der dokumentarische Ansatz und spürt Geschichten und Erinnerungen der Anderen mit der Kamera nach. Sie studierte Fotografie an der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle und an der Ostkreuzschule. 2017/18 erhielt sie ein Stipendium von der Kunststiftung Sachsen-Anhalt. Ihre aktuelle Arbeit "Die Erinnerungen der Anderen" wurde 2019 in der gleichnamigen Publikation beim Kehrer Verlag veröffentlicht und erhielt den Deutschen Fotobuchpreis in Silber.

Sarah Ungan arbeitet als freie Fotografin und Projektmanagerin. Nach der Berufsausbildung zur Fotografin studierte Sie „Geschichte und Kultur des vorderen Orients“ an der FU Berlin und „Interkulturelle Bildung, Migration und Mehrsprachigkeit“ an der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe. Ihre Tätigkeitsfelder verbinden Bereiche der kulturellen und politischen Bildung mit der Praxis der Fotografie.