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Teens 01 . Lebendig Sterblich

Ein fotografischer Streifzug zur Ausstellung Das letzte Bild

Uhrzeit 11:00–16:30
Alter 14–17 Jahre
Teilnahmegebühr 50 Euro inkl. Snack
Anmeldung Frauke Menzinger . education@co-berlin.org
Team Verena Jaekel und Greta Kühnast

Lebendig und sterblich sind nicht nur wir als Menschen, sondern auch die Fotografie. Bilder vergangener Zeit werden in Alben, Kästen oder Schubladen aufbewahrt, bevor das Fotopapier vom Licht verblasst. Druckerhersteller werben für längere Haltbarkeit der Fotoabzüge und wir speichern eine Million Bilder auf Festplatten, Handys oder Clouds, um das Erlebte zu verlängern, um es vielleicht am Ende doch zu löschen. Die Fotografie strebt gegen das Vergehen. Wie lange sie hält, hängt ein Stück von uns selbst ab. Viele Fotograf*innen nutzen das Medium, um Emotionen und universelle Themen wie Liebe und Tod oder (Un-)Sterblichkeit in ihren Bildern darzustellen. Das letzte Bild eines Menschen, eines Objekts oder einer Situation ist aufgeladen von anziehenden, verstörenden aber auch magischen Inhalten. Doch warum und in welcher Form fangen wir Momente ein, von denen wir glauben, sie in Zukunft nicht ein weiteres Mal sehen oder erleben zu können? Was sind das für Momente und für Bilder? Und was heißt es eigentlich, mit der Fotografie Lebendiges zu konservieren und Lebloses ins Lebendige zu verwandeln? Nach einem gemeinsamen Rundgang können die jungen Teilnehmer*innen ausgewählte Arbeiten der Ausstellung als Inspirationsquelle herausgreifen, eigene Fotos machen und auf ihre ganz individuelle Weise Themen wie Leben und Sterben, Präsenz, Vergänglichkeit und Zeitlichkeit fotografisch umsetzen.

Verena Jaekel absolvierte ihren Abschluss in Fotografie am Berliner Lette-Verein in der Klasse von Roger Melis. Seit 2004 arbeitet sie als freie Fotografin und ist für ihre analog auf Großformat fotografierten Familien- und Einzelportraits bekannt. In ihren Serien greift sie Fragen zu den Themen Migration, Religion, Gender und Generationalität auf. Ihre Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert und sind Teil öffentlicher und privater Sammlungen wie der Fotografischen Sammlung der Berlinischen Galerie oder des Museums Folkwang. Sie lebt in Berlin und arbeitet weltweit.

Greta Kühnast studierte Kunst- und Bildgeschichte sowie nordische Philologie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 2011-2012 und 2014-2015 war sie kuratorische Assistentin im Louisiana, Museum für Moderne Kunst, Kopenhagen. Im Anschluss daran Wissenschaftliche Volontärin in der Berlinischen Galerie – Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. 2016 kuratierte sie die Ausstellung Hans-Peter Feldmann. Photographieausstellung bei C/O Berlin. Derzeit arbeitet sie an ihrer Promotion.

Unterstützer Karl Schlecht Stiftung