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Abstraktion in der Fotografie der Gegenwart

Symposium und Preisverleihung des DGPh-Forschungspreises

Uhrzeit 15:00
Im Amerika Haus, Hardenbergstr. 22-24, 10623 Berlin
Leider ausgebucht.

Mit Susanne Holschbach . Kunst- und Medienwissenschaftlerin . Berlin
Peter Geimer . Professor für historische Bildwissenschaft und Kunstgeschichte. Freie Universität Berlin
Gottfried Jäger . Künstler und Theoretiker . Bielefeld
Adrian Sauer . Künstler . Leipzig
Stefanie Seufert . Künstlerin . Berlin
Kathrin Schönegg . Kuratorin . C/O Berlin
Moderation Katja Müller-Helle . Leiterin der Forschungsstelle Das Technische Bild . Humboldt-Universität zu Berlin

Die Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) veranstaltet bei C/O Berlin ein Symposium zum Thema Abstraktion in der Fotografie der Gegenwart. Anlass ist die feierliche Übergabe des DGPh-Forschungspreises Photographiegeschichte 2018 an unsere Kuratorin Kathrin Schönegg für ihre Dissertation Fotografiegeschichte der Abstraktion, erschienen bei Walther König 2019. Kathrin Schönegg wird einen Vortrag halten mit dem Titel Neue Abstraktion? Das Fotografische im postdigitalen Zeitalter.

Das anschließende Panel verbindet künstlerische und theoretische Reflexionen zur Frage fotografischer Abstraktion: mit Beiträgen von Peter Geimer, Gottfried Jäger, Adrian Sauer und Stefanie Seufert, moderiert von Katja Müller-Helle.

Die Geschichte der Abstraktion ist die längste Zeit ohne das Medium Fotografie ausgekommen. Klassische Überblickskataloge zur Abstraktion des 20. Jahrhunderts verzichten auf fotografische Beispiele, in der abstrakten Kunsttheorie wird Fotografie ausgespart und auch einschlägige Lexika führen den Begriff „abstrakte Fotografie“ nicht. Seit der Jahrtausendwende hat sich dies scheinbar geändert: Große Überblicksausstellungen wie Abstrakte Fotografie (Kunsthalle Bielefeld, 2000) oder Shape of Light. 100 Years of Photography and Abstract Art (Tate Modern, 2018) belegen, dass sich nun ein Diskurs über die Abstraktion gebildet hat, der ein langes Vorspiel in der Fotografiegeschichte aufweist. Wie ist diese neue Aufmerksamkeit dem Thema gegenüber zu erklären?

Ausgehend von der Gegenwartsfotografie geht das Symposium der Diskurs- und Bildgeschichte der Abstraktion in der Fotografie nach. Es stellt die Frage, wie das Phänomen heute zu verstehen ist: Lässt sich mehr als 50 Jahre nach der Hochzeit des Modernismus überhaupt noch sinnvoll von Abstraktion sprechen? Welche Rolle spielen der Kunstmarkt und die Digitalisierung für die aktuelle Dominanz des Themas? Welche Verbindungslinien ergeben sich von der heutigen Fotokunst in die Geschichte, die mit ungewöhnlichen Perspektiven, Detailansichten, Unschärfen und Produktionsverfahren wie der kameralosen Bildherstellung seit jeher abstrakte Effekte hervorbrachte?

Bild Credit: Stefanie Seufert, blind (magenta – green #1), 2011. Photogram, 87 x 72 cm, Berlinische Galerie © Stefanie Seufert