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Still - Moving . Foto Film Video

Symposium

Fotografie und bewegtes Bild sind heute als künstlerische Sprachen eng miteinander verwoben, die Beschäftigung mit dem bewegten Bild und mit fotografischen Arbeiten läuft häufig synchron, so dass in diesen Fällen eine mediale Differenzierung obsolet scheint. Das scheinbar mühelose Wechseln in das jeweils andere Medium und die synergetischen Resultate sind schon seit Anbeginn in den Medien Fotografie und Film angelegt.

Die Videokunst der späten 1960er und 1970er Jahre hat diese Beziehung in den Fokus der Kunstwelt gerückt und die Verbreitung dieses künstlerischen Verfahrens bewirkt.

Oberflächlich wird die Arbeit in bewegten Bildern von einer ähnlichen Ästhetik wie die der Fotografie bestimmt. Das filmische Sehen reflektiert das zeitgenössische Bildvoka­bular der Fotografie und umgekehrt. Innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Ansätze zählen nach wie vor Fragestellungen wie narratives, sequenzielles, serielles Sehen in Bewegungs- und Handlungsabläufen sowie der Zusammenschluss von Ton, Stimme, Musik, Geräusch und Text etc. zu den größten Herausforderungen. Diese Elemente ähneln in gewisser Weise den erläuternden Texten und Titeln von Fotoserien. Gewöhnlicherweise erläutern die Texte als Information das Bild, entwickelten und entwickeln sich aber als Tonspur im bewegten Bild zu einer eigenständigen Erzählform.

Das Symposium, von C/O Berlin und der Wüstenrot Stiftzung gemeinsam organisiert, hat Gemeinsamkeiten und Differenzen von statischem und bewegtem Bild diskutiert und besonders die Verschmelzung innerhalb künstlerischer Ansätze auf unterschiedlichen Ebenen durch Filmvorführungen, Diskussionen und Vorträge näher beleuchtet.

Die Künstlerinnen
Tacita Dean (Berlin), Rineke Dijkstra (Amsterdam), Verena Jaekel (Berlin) und Gudrun Kemsa (Düsseldorf) haben ihre Arbeiten mit Screenings und im Vortrag vorgestellt. Zudem hat Prof. Dr. Michael Diers (HU Berlin / HfG Hamburg) in seinem Vortrag „still/moving” das Verhältnis von statischen und bewegten Bildern analysiert. Prof. Dr. Klaus Sachs-Hombach
(TU Chemnitz) hielt einen Vortrag zum Bild im Film und Film im Bild. An der Abschlussdiskussion nahm außerdem Nicolaus Schafhausen (Brüssel) teil.