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16/06/18

On the Cover of Vogue Ball

„Strike a pose! ... Magical, life’s a ball, so get up on the dancefloor, Vogue!“ singt Madonna in ihrem Hit von 1990 und präsentiert Voguing einem Mainstream-Publikum. Im selben Jahr feiert der Dokumentarfilm “Paris is Burning” Premiere. Von den Magazinen, Laufstegen und Models der glamourösen Modewelt beeinflusst hat Voguing als Teil der New Yorker homo- und transsexuellen, afro- und lateinamerikanischen Subkultur seinen Ursprung in den 1960er- und 70er-Jahre in Harlem. Seither haben sich von Deutschland über Frankreich bis Japan weltweit sogenannte „Ballroom Communities“ entwickelt. Voguing ist queer, laut, expressiv und mehr als nur ein Tanzstil. Marginalisiert von der weißen, heteronormativen und privilegierten Gesellschaft schufen sich die Mitglieder sogenannter „Houses“ mit dem „Ballroom“ ihren eigenen Ort, in dem sie die Stars darstellen und die glanzvolle Welt imitieren konnten – und das so opulent und selbstverständlich wie möglich. Hier treffen sie sich auf Vogue Balls zu Wettbewerben, bei denen eine Jury in verschiedenen Kategorien je einen Gewinner wählt.

Inspiriert von Irving Penns zahlreichen Covern für die Vogue, treffen sich die Tänzer*innen erstmals bei C/O Berlin und übersetzen die Modeaufnahmen, Porträts und Stillleben des Jahrhundertfotografen in die typischen Bewegungen und Posen des Voguing.
Foto: Roza Ahmad

englisch, deutsch
00:09:43