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Künstlergespräch

Wim Wenders mit Andrea Thilo

Beginn 12:00 Uhr
Ort Delphi Filmpalast . Kantstraße 12 a . 10623 Berlin
Ticket 20 Euro / 15 Euro ermäßigt erhältlich online (zzgl. VVK-Gebühr) und bei C/O Berlin. Vorverkauf an der Kasse bei C/O Berlin vom 28.06. - 01.07. und am 7.7.
Anschließend Filmvorführung Alice in den Städten . 1974 . Roadmovie . 1 h 50 m.

Das Gespräch sowie die Filmvorführung findet auf Deutsch statt.

Was macht die Fotografie aus? Was unterscheidet sie vom Film? Und welche Stellung nimmt dabei das Polaroid-Bild ein? Wim Wenders spricht anlässlich seiner Ausstellung bei C/O Berlin mit Andrea Thilo über die Bedeutung der Fotografie für sein filmisches Werk. Im Anschluss daran wird sein Film Alice in den Städten (1974) gezeigt, in dem sowohl die Polaroid-Kamera als auch das Sofortbild eine wichtige Rolle spielt – beides war Ende der 1960er- und 80er-Jahre Wim Wenders bevorzugtes Medium und komplementäres Werkzeug, um das Filmemachen zu erforschen, als auch alltäglicher Begleiter, um die Dinge, Momente und Menschen aus seinem Leben vor dem Vergessen zu bewahren.

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Yorck-Kinogruppe, der Wim Wenders Stiftung und Studiocanal.

Wim Wenders gilt als einer der Vorreiter des Neuen Deutschen Films und als einer der wichtigsten Vertreter des deutschen Kinos der Gegenwart. Er ist Regisseur, Produzent, Fotograf und Autor. Neben vielfach preisgekrönten Spielfilmen wie Alice in den Städten (1973), Der Amerikanische Freund (1977), Paris, Texas (1984), Der Himmel über Berlin (1987) oder The Million Dollar Hotel (2000), wurden seine jüngsten Dokumentarfilme, Buena Vista Social Club (1999), Pina (2011) und Das Salz der Erde (2014) für einen Oscar nominiert. Der Dokumentarfilm Papst Franziskus – Ein Mann seines Wortes (2018) feierte erst kürzlich auf den Internationalen Filmfestspielen in Cannes Premiere. Sein neuer Spielfilm Grenzenlos (Submergence) kommt im August 2018 in die deutschen Kinos. Wenders fotografische Arbeiten wurden weltweit in zahlreichen Museen ausgestellt, u.a. im Pariser Centre Pompidou, im Hamburger Bahnhof - Museum für Gegenwart in Berlin, im Guggenheim Museum Bilbao, und in den Deichtorhallen in Hamburg. Im Herbst 2012 gründete Wim Wenders gemeinsam mit seiner Frau Donata Wenders die Wim Wenders Stiftung mit Sitz in Düsseldorf. Mit der gemeinnützigen Stiftung wird das filmische, photographische und literarische Lebenswerk von Wim Wenders zusammengeführt, gepflegt, restauriert und der Öffentlichkeit dauerhaft zugänglich gemacht. Darüber hinaus engagiert sich die Wim Wenders Stiftung für die Nachwuchsförderung im Bereich innovativer filmischer Erzählkunst.

Andrea Thilo ist Journalistin, Moderatorin und Filmproduzentin. Sie studierte Gesellschafts- und Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin und arbeitete für den NDR und ARD, Pro Sieben und BBC. Seit 1998 ist sie als freischaffende Journalistin und Moderatorin für Fernsehen, Hörfunk und Wochenzeitungen tätig. Andrea Thilo gründete mit ihren Partnern Thomas Grube und Uwe Dierks 1999 die Produktionsfirma Boomtown Media in Berlin. Warschau Express (2000) war die erste Produktion des Unternehmens und wurde für den Deutschen Fernsehpreis nominiert. 2005 erhielt Thilo den Deutschen Filmpreis als eine der Produzenten des Kinoerfolgs Rhythm Is It!. Andrea Thilo lebt und arbeitet in Berlin.