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KHALAT goes Wild

Kräuter & Cyanotypie

KHALAT goes Wild . Kräuter & Cyanotypie 
mit Teilnehmerinnen aus der Gemeinschaftsunterkunft Strassburger Strasse in Berlin Prenzlauer Berg. Die Workshops entstandenen im Rahmen des Perspectives Programms von C/O Berlin. Projektleitung: Constanze Flamme & Katja Schütt Organisation: Frauke Menzinger Als Anknüpfung an die erste Khalat-Workshop-Serie 2016
 folgte auch dieser Workshop, der im Mai 2018 stattfand, der Idee, sinnlich und wissensvermittelnd die nähere Umgebung und den Stadtraum zu erkunden und zu erleben.

Unter der Anleitung der Spezialistin Simone Böcker hatten die Teilnehmerinnen die Möglichkeit im Leisepark bei einem Wildkräuter-Spaziergang heimische Kräuter kennen zu lernen und diese sowohl kulinarisch als auch optisch in neue Kontexte zu setzen. Im naheliegenden Restaurant Diderot - Kultur und Essen -, das dazu einlädt, kulinarische Räume zwischen Wissenschaft und Handwerk zu entdecken, wurde im Anschluss gemeinsam gekocht und sich ausgetauscht über den unterschiedlichen Umgang mit Kräutern und Traditionen in den jeweiligen Heimatländern.
 Das gemeinsame Essen, das Erzählen und sich Erinnern über Landesgrenzen hinweg wurde auch in diesem Workshop wieder als starker vertrauensbindender Moment wahrgenommen.



Mit dem Gelernten und Gefundenen wurde den Teilnehmerinnen schließlich der Prozess der Cyanotypie als ein neues künstlerisches Verfahren vorgestellt. In einer kurzen Einführung lernten sie Anna Atkins, eine britische Naturwissenschaftlerin, kennen, die diese fotografische Technik durch ihre Bücher bekannt machte. Sie dokumentierte Farne und andere Pflanzen mit Cyanotypien und gilt durch diese frühe Anwendung als erste Fotografin und Fotobuchproduzentin. Dieses Heft gibt einen kleinen Überblick über die geteilten Momente und Arbeitsprozesse und wird ergänzt durch das kleine Booklet mit den im Park unter freiem Himmel entstandenen Cyanotypien.

Constanze Flamme studierte Visuelle Kommunikation an der FH Potsdam und Fotografie an der Gerrit Rietveld Academie in Amsterdam. Vor dem Hintergrund eines ethnologischen Interesses führt sie ihre Arbeit zu einer essayistischen Annäherung an sozial-ökonomische Themen. Sie erhielt Stipendien der Akademie der Künste, Berlin, und die VG Bildkunst Projektförderung für ihre Arbeit zu den Folgen der Ölkatastrophe am Golf von Mexiko.

Katja Schütt studierte Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar, Experimentelle Fotografie an der Kunsthochschule Kassel sowie Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Seit 1999 lebt sie als freischaffende Künstlerin in Berlin. Ihre Arbeiten befinden sich im Schwebezustand zwischen figürlich und abstrakt und wurden in zahlreichen Ausstellungen präsentiert.