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Herlinde Koelbl

Goldmund

In „Goldmund“ erzählen Frauen und Männer, Junge und Alte, Weiße und Schwarze, verschiedene Nationen in einer Soundcollage von ihren privaten Träumen und Machtvorstellungen, die das Wort „Geld“ bei ihnen auslöst. „Heutzutage kaufen viele Leute mit dem Geld, das sie nicht haben, Sachen, die sie nicht brauchen, um damit Leuten zu imponieren, die sie nicht mögen.“ Geld ist abstrakt und trotzdem kann ihm niemand entkommen. „Hast du Geld, musst du dich nicht beugen“, erkannte schon Bertolt Brecht.

Anonymisiert, nur durch ihre Münder abgebildet, schwelgen die Porträtierten im gedachten Überfluss, offenbaren ihre Begierden, ihre Sehnsüchte, die sie mit Geld befriedigen könnten und wie dessen Besitz ihnen Ansehen und Macht verleihen würde.