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Gilles Peress

Grenzenlos

Anlässlich des 15. Jahrestages des Mauerfalls präsentierte C/O Berlin das aus zwei Installationen bestehende Projekt „Grenzenlos“ des international renommierten Magnum-Fotografen Gilles Peress. Als Augenzeuge hat Peress entscheidende Phasen des Machtvakuums in Deutschland 1989 und Jugoslawien 1994 erlebt und die entfesselte Dynamik dokumentiert. Mit „Grenzenlos“ stellt er beide Prozesse exemplarisch als Kapitel jüngster europäischer Geschichte gegenüber, knüpft Verbindungen und präsentiert seine eigene, umfassende Sichtweise auf eine Ära, „in der das Potenzial für demokratischere und offene Gesellschaften vorhanden war, jedoch auch eindeutig die Gefahr bestand, dass sich Gewalt, Hass und Diskriminierung als vorherrschende Muster der zukünftigen Entwicklung durchsetzen.“ (Gilles Peress)

Exklusiv für C/O Berlin arrangierte Peress unveröffentlichte Fotografien aus dem Herbst 1989 zu der interaktiven Bild- und Buchinstallation „Fall of the Wall“. Auf über 100 Filmen hat der Fotograf die Ereignisse rund um den 9. November dokumentiert und unmittelbar die Atmosphäre zwischen Freude, Erleichterung und Anspannung festgehalten. Die Besucher der Ausstellung waren aufgefordert, ihre Erinnerungen niederzuschreiben, eigene Fotos einzufügen und dadurch ein kollektives Gedächtnis zusammenzutragen. Zeitgleich wurden ausgewählte Motive der Serie direkt auf dem Mauerstreifen am Potsdamer Platz in Vitrinen ausgestellt und so an den Ort des Mauerfalls zurückgeführt.