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Den Tod ansehen – Was darf man zeigen?

Paneldiskussion

Mit Walter Schels (Fotograf) und Beate Lakotta (Autorin) Christoph Bangert (Fotograf) Kito Nedo (Journalist und Autor)
Moderation Felix Hoffmann und Friedrich Tietjen
Beginn 19:30 Uhr
Ticket 10/6 Euro (inkl. Ausstellung) Erhältlich online (zzgl. VVK-Gebühr) und an der Abendkasse ab 30 Min. vor Veranstaltungsbeginn.

Die Frage nach dem Zeigen ist auch die nach dem, was wir sehen wollen und was das Gesehene mit uns macht. Bei Bildern vom Tod gilt das in besonderer Weise. Sie zeigen uns stets, wie der eigene Tod aussehen könnte. Solche Bilder rufen Affekte und intensive Gefühle hervor, die schwer auszuhalten und noch schwerer zu kommunizieren sind. Wie gehen Menschen damit um, für die der Anblick des Todes Teil des beruflichen Alltags ist?

Christoph Bangert ist Fotojournalist, Autor, Dozent und zertifizierter Busfahrer. Bangert fotografierte die Kriege im Irak und Afghanistan für die New York Times und andere Publikationen. Er ist der Autor mehrerer Bücher, darunter War Porn (2014) und hello camel (2016). Er ist Initiator des Fotobus-Projekts und lehrt an der Hochschule Düsseldorf und der Fachhochschule Bielefeld. Christoph Bangert lebt und arbeitet in Köln.

Felix Hoffmann ist Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler. Er ist seit 2005 Hauptkurator der C/O Berlin Foundation.

Kito Nedo studierte Geschichte, Kultur- und Medienwissenschaften in Leipzig, London und Berlin. Er arbeitet als freier Autor und Journalist in Berlin. Er schreibt u.a. für art – Das Kunstmagazin, die Süddeutsche Zeitung und frieze. 2017 wurde er mit dem ADKV-Art Cologne-Preis für Kunstkritik ausgezeichnet.

Beate Lakotta studierte Germanistik und Politikwissenschaft in Heidelberg. Seit 2000 berichtete sie als Redakteurin im Wissenschaftsressort des SPIEGEL über Themen aus Medizin und Psychologie. Seit 2010 ist sie Gerichtsreporterin des Nachrichtenmagazins. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen. Beate Lakotta und Walter Schels sind verheiratet. Sie leben und arbeiten in Hamburg.

Walter Schels ist Fotograf und seine Werke sind Teil der Ausstellung Das letzte Bild . Fotografie und Tod bei C/O Berlin. In fotografischen Serien und Langzeitprojekten widmet sich Schels dem Beobachten von Extremsituationen der menschlichen Existenz. Für seine Serie, die Hospizpatienten kurze Zeit vor und unmittelbar nach deren Tod zeigt, erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. einen "World Press Photo“ Award. Schels Porträtserien von Künstler*innen und Politiker*innen, von Prominenten der Kultur- und Geisteswelt, aber auch von Tieren machten ihn bekannt.

Friedrich Tietjen ist promovierter Kunsthistoriker, Kurator und Autor. Er lebt in Leipzig und Wien.