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C/O Berlin Talent Award 2018

Stefanie Moshammer . Andreas Prinzing

C/O Berlin freut sich, den ersten C/O Berlin Talent Award in der Kategorie Fotografie an die österreichische Künstlerin Stefanie Moshammer (*1988, Wien) zu vergeben. Stefanie Moshammer und ihre Arbeit konnten die diesjährige Jury, bestehend aus Diane Dufour (LE BAL, Paris), Shoair Mavlian (Tate Modern, London), Aaron Schuman (freier Kritiker und Kurator, London), Anne-Marie Beckmann (Deutsche Börse Photography Foundation) und Ann-Christin Bertrand (C/O Berlin) als außergewöhnliches Beispiel für eine aktuelle Auseinandersetzung im Diskurs zum Thema New Documentary Photography überzeugen. Die Gewinnerin erhält eine Einzelausstellung bei C/O Berlin und damit die Möglichkeit, ihr Werk einer breiten Öffentlichkeit auf internationalem Niveau zu präsentieren. ARTE wird den C/O Berlin Talent Award und die Ausstellung der Preisträgerin als Medienpartner begleiten.

 

Für die Shortlist wurden Sylvain Couzinet-Jacques (*1983, Frankreich), Joscha Steffens (*1981, Niederlanden), Stephan Bögel (*1983, Deutschland) sowie Mafalda Rakoš (*1994, Österreich) ausgewählt.

 

Stefanie Moshammers Fotografie ist ein Gefüge aus unterschiedlichen Medien, mit der sie die Komplexität unserer heutigen Wahrnehmung beleuchtet. Basierend auf vorhandenem Material, entwickelt sie eigene Fotografien, kartiert Bilder über Google Maps und verwendet Film-Footage, aber auch Video und fiktive Aufnahmen sowie Bilder aus ihrer Imagination. Damit schafft Stefanie Moshammer nicht nur neue Formen der Dokumentation, sondern vereint fiktionale sowie erzählerische Momente und berührt somit grundlegende Themen der Fotografie: Was ist Realität? Was ist Fiktion? Und welche Wahrheiten vermittelt das fotografische Bild?

 

Andreas Prinzing (*1980 in Mainz) studierte Kunstgeschichte und arbeitete an der Kunsthalle Mainz und am Museum Ludwig, Köln. Seit 2015 ist er u.a. als Assistent des Ausstellungsmachers Kasper König tätig und war in die Planung der Skulptur Projekte Münster 2017 involviert. Mit einem Bein weiterhin im Rheinland, betreut er parallel die Peill-Stiftung am Leopold-Hoesch-Museum in Düren, wo er zuletzt Ausstellungen mit Haris Epaminonda und Rana Hamadeh kuratierte. Seine Texte sind u.a. erschienen in Eyes on the City: Urbane Räume in der Gegenwartsfotografie (Salzburg, 2012), Unbeugsam und Ungebändigt – Dokumentarische Fotografie um 1979 (Köln, 2014) und Skulptur Projekte Münster 2017 (Leipzig, 2017). Er schreibt regelmäßig für Camera Austria. Andreas Prinzing lebt und arbeitet in Berlin.

Stefanie Moshammer
 ist 1988 in Wien geboren, lebt und arbeitet in Wien. Nach ihrem Abschluss an der Modeschule der Stadt Wien absolvierte sie an Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz ihren Bachelor of Arts in Visuelle Kommunikation und Fotografie sowie ein Studium zum Fotojournalismus an der Danish School of Media and Journalism in Aarhus. Neben der Nominierung im Rahmen des Festival Rencontres d’Arles, der Auszeichnung als Talent des FOAM Fotografiemuseum Amsterdam sowie der Nominierung für den ING Unseen Talent Award der Unseen Photo Fair in Amsterdam erscheinen ihre Fotografien in zahlreichen Magazinen, wie i-D, Collector Daily, GUP Magazine, It’s Nice That, ZEITmagazin, New York Magazine, FOAM Talent Issue, VICE uvm.