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Buchsignierung & Performance

Mit Boris Mikhailov & Finja Sander

Kritisch, radikal und provokant – die Beschäftigung mit den Themen wie Körper und Nacktheit haben die Arbeiten des Fotografen Boris Mikhailov und der Performance-Künstlerin Finja Sander gemein. Während Mikhailov seinen Körper in der Fotoserie I’m not I (1992) mit Lockenperücke und Dildo selbstironisch reflektiert oder die zerstörten Gestalten in seiner berühmtesten Arbeit Case History (1997—1998) schonungslos und ungeschönt darstellt, arbeitet Sander im unmittelbaren Raum der Betrachter*innen, zeit- und ortsgebunden sowie performativ. Dabei begreift die Künstlerin ihren eigenen Körper als künstlerisches Produkt, Material und Ereignis. Sanders vergangene Performance 2 (2017) in der Universität der Künste in Berlin wurde visuell dokumentiert und ist Teil der neusten Projektion Temptation of Death (2017—2019) von Boris Mikhailov und in der aktuellen Ausstellung zu sehen. Beide Künstler*innen vereinen – wenn auch unterschiedliche Ansätze – gemeinsame Spielarten und ästhetische Konzepte, die nicht nur visuell, sondern auch stets physisch herausfordernd für die Betrachter*innen sind.

 

Finja Sander (*1996 in Hildesheim) ist Künstlerin. Ihre Arbeiten sind performativ, ortsbezogen und behandeln den Körper als künstlerische Oberfläche. Er ist Leinwand, Skulptur und visueller Akt der Künstlerin in räumlichen und situativen Kontexten der Betrachter*innen. Sanders Performances waren bisher in der Universität der Künste und in verschiedenen Projekträumen in Berlin und Hannover zu sehen. Sie lebt und arbeitet in Berlin.

Beginn 19 Uhr
Eintritt frei