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Augen auf! 100 Jahre Leica Fotografie

Führung mit Hans-Michael Koetzle, Kurator und Publizist

Der fallende Soldat von Robert Capa, der Pfützenspringer von Henri Cartier-Bresson, das küssende Paar am Times Square von Alfred Eisenstaedt, die vor Napalm flüchtenden Vietnamesen von Nick Út und das Hissen der sowjetischen Flagge auf dem Berliner Reichstag von Jewgeni Chaldej – all diese ikonografischen Fotografien sind Leica-Bilder und haben sich tief in das kollektive Gedächtnis eingebrannt. Mit der Schnelligkeit, Freiheit und Leichtigkeit der Kleinbildkamera löste sich die Fotografie vom starren Studio und entdeckte das Geschehen auf der Straße. Die Erfindung des Kleinbilds vor 100 Jahren war Auslöser für eine umfassende visuelle Erkundung der Wirklichkeit durch Amateure, Künstler und Fotojournalisten. Somit wurde die Leica-Kamera zum Gradmesser von Tempo und Neuerung – ein Mythos bis ins digitale Zeitalter. Der Kurator Hans-Michael Koetzle führt durch die Ausstellung mit rund 400 Fotografien, Zeitschriften, Fotobüchern, Filmsequenzen und frühen Kameramodellen – in der Summe eine breit gefächerte Kulturgeschichte des Mediums von der Moderne des frühen 20. Jahrhunderts bis zur künstlerischen Vielfalt der Gegenwart ist.

Beginn 16 Uhr
Kosten 5 Euro zzgl. Ausstellungseintritt 10/5 Euro
Treffpunkt Foyer
Ort C/O Berlin im Amerika Haus . Hardenbergstraße 22–24 . 10623 Berlin

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