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Im Fotoautomaten mit Magnum

Biometrisch, praktisch, gut. Fotoautomaten sind vor allem eins: technisch-stoisch. Jeder saß schon einmal in einer dieser nüchternen Kabinen mit Vorhang und drehbarem Stuhl, Münzeinwurf, gleißendem Blitz und Ausgabeschlitz. Fotoautomaten sind besondere Aggregate autorenloser Fotografie, in denen der Porträtierte zugleich Akteur und Objekt ist. In ihrer Statik und Funktionalität sind sie das absolute Gegenteil einer erzählerisch-individuellen Fotografie, für die die legendäre Agentur Magnum steht. Und doch gehen diese beiden fotografischen Prinzipien kongenial zusammen.

C/O Berlin präsentiert weltweit zum ersten Mal drei eigens konstruierte Fotoautomaten, die die Besucher im Stil von Elliott Erwitt, Martin Parr, Paolo Pellegrin, Philippe Halsman, Steve McCurry und Bruce Gilden ablichten. Was für ein Paradox – Maschinen simulieren perfekt den individuellen Ansatz der renommierten Magnum-Fotografen! Wer ist in diesem Spiel eigentlich der Urheber? Und das Beste ist, dass der Besucher nach jeder Session sein originales Magnum-Porträt direkt als Print mitnehmen oder als digitale Datei im Internet verbreiten kann.

Die unabhängige Fotoagentur Magnum wurde 1947 in New York von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson, George Rodger, David Seymour sowie Rita und William Vandivert gegründet. Ziel war vornehmlich die Stärkung der Position des Fotojournalisten, der gegenüber einem schnell wachsenden Zeitungs- und Zeitschriftenmarkt die Rechte an seinen Negativen behalten und damit besser abgesichert werden sollte. Die Agentur führte das Copyright am Bild ein, wodurch sie einen wesentlichen Anteil an der Geschichte und Entwicklung des modernen Fotojournalismus hat. Heute zählt die Kooperative 40 Vollmitglieder und 16 Korrespondenten und unterhält Niederlassungen in Paris, London, New York und Tokio.

Kosten pro Bild 5 Euro
Für die Zahlung wird ein Smartphone benötigt.

 

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Magnum Photos . eyetrust . MdF Berin